Gottesdienst

Der syrisch-orthodoxe Glaube findet, wie bei den anderen Orthodoxen Kirchen, seinen stärksten Ausdruck in der Feier des Gottesdienstes. Es gibt eine Vielzahl gottesdienstlicher Formen. Die eigentliche Mitte aller Gottesdienste ist die Feier der göttlichen Liturgie oder „Qurobo Alohoyo", d.h. die Feier der heiligen Eucharistie, die in außergewöhnlich feierlicher Form zelebriert wird. Die Liturgie wird in der Sprache Jesu, nämlich in Syrisch (Aramäisch) gefeiert. Die Praxis des Morgen-, Mittag- und Abendgebetes ist sowohl in den Familien als auch in den Gemeinden und Ordensgemeinschaften stark vertreten. Der Verehrung der heiligen Bilder (Ikonen) kommt eine hohe Bedeutung zu. In der Syrisch-Or¬thodoxen Kirche geht man nach dem julianischen Kalender vor.



Das Kirchenjahr gliedert sich nach der Überlieferung in drei Hauptteile: Winterhalbjahr (Qudosch 'idto), 40 tägige Fastenzeit mit Karwoche (Saumo Rabo u Hascho) und Sommerhalbjahr (Qyomto). Innerhalb dieser Zeit gibt es 8 Hochfeste. Die besonderen Hochfeste sind Pfingsten (Penteqoste) und das Fest der Auferstehung Christi. Dieses gilt als das eigentliche Fest der Feste. Neben den regulären wöchentlichen Fasttagen, Mittwoch und Freitag (außer den 50 Tagen nach Ostern) gibt es weitere fünf Fastenzeiten. Zur Fastenpraxis gehört der Verzicht auf jegliches tierisches Produkt. Der Frömmigkeitsglaube findet in der Marien- und Heiligenverehrung eine besondere Beachtung. Weitere religiöse Sitten und Bräuche sind reichlich entfaltet.
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Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien
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